Medizin, Medien, Macht - Die Deutungshoheit der modernen Medizin von der Aufklärung bis in die Gegenwart

13. Oktober 2021

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Die wissenschaftlich begründete Medizin besitzt einen enormen Einfluss auf die Organisation unserer Lebenswelt. Dies ist das Ergebnis eines langen historischen Prozesses seit der Frühen Neuzeit. Gerade im Zuge der Pandemie ist dies jüngst deutlich sichtbar geworden. Medizin ist jedoch eine Wissenschaft wie jede andere und als solche in einem Spannungsverhältnis zwischen Wissen und Nichtwissen. Ein Dilemma -  spätestens dann, wenn ihr öffentliche Resonanz und die Aufgabe der Politikberatung zukommen. Genaues Hinsehen ist erforderlich. Nach einem Impulsvortrag diskutieren Experten die Rolle konfessioneller Krankenhäuser in der Gesellschaft.

Inkompetente Monopolisten? Der Aufstieg der studierten Ärzte in der Vormoderne
Prof. Dr. Michael Stolberg, Medizinhistoriker, Universität Würzburg

Diskussion
Die konfessionellen Krankenhäuser in der gesellschaftlichen Wahrnehmung
Es diskutieren die Geschäftsführer der drei konfessionellen Krankenhäuser in Halle über die Zusammenarbeit der Krankenhäuser in der Pandemie und das Selbstverständnis ihrer Krankenhäuser: Thomas Wüstner, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, Pastor Markus Ebinger, Krankenhaus Martha-Maria, Christian Beuchel, Diakoniekrankenhaus Halle und der Medizinhistoriker Prof. Dr. Michael Stolberg. Moderation: Vladimir Balzer, dlf Kultur

Die Begleitreihe zur Jahresausstellung ist aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie entstanden, die unsere Gesellschaft und im Besonderen unser Gesundheitswesen vor große Herausforderungen stellt. Menschliches Verhalten, Ökonomie, Ethik und Medizin werden auf eine Weise öffentlich verhandelt, wie sie bisher nicht notwendig war. Diese Erfahrungen bilden den Hintergrund und die Themen für eine hochkarätig besetzte Vortragsreihe über die Zusammenhänge von Gesellschaft, Medizin und Gesundheit in einem umfassenden Sinne. Sie begleitet unsere Jahresausstellung 2021 »Heilen an Leib und Seele. Medizin und Hygiene im 18. Jahrhundert« und wird in Zusammenarbeit mit den konfessionellen Krankenhäusern in der Stadt Halle – dem Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, dem Krankenhaus Martha-Maria und dem Diakoniewerk Halle – und unter Beteiligung von ÄrztInnen, SeelsorgerInnen, PsychologInnen, ÖkonomInnen und SoziologInnen veranstaltet. Wir laden Sie herzlich zum Austausch und zur Diskussion mit den ExpertInnen ein.


Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung über die App Zeitfrei erforderlich.