Syrisch-deutsche Perspektiven auf die Revolutionen von 1989 und 2011

10. November 2020

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19 Uhr Mutterhaussaal

Begleitend zur Ausstellung "Repression, Revolution, Transformation" diskutieren wir gemeinsam mit Zeitzeug*innen über die Bedeutung der historischen Ereignisse, für ein heutiges gemeinsames Zusammenleben. Was denken nach (Ost-)Deutschland geflüchtete Syrer*innen über die Zunahme von rechtem und anti-demokratischem Gedankengut hier in Deutschland in Anbetracht ihres eigenen Einsatzes für eine freiere und pluralere Gesellschaft in Syrien? Wie bewerten Menschen aus der ehemaligen Bürgerrechtsbewegung von 1989 diese Entwicklungen? Und wie kann eine gemeinsam erdachte solidarische Perspektive aussehen, die rechter und anti-demokratischer Hetze etwas entgegensetzen kann?

Zur Ausstellung
‚Repression, Revolution, Transformation. - 1989 und 2011 zusammen erinnern‘

Durch eine vergleichende Perspektive setzt die Ausstellung die Oppositions-Bewegungen miteinander in Verbindung. Dabei geht es weniger um den direkten Vergleich zweier Regime und (sehr unterschiedlicher) geschichtlicher Verläufe miteinander, sondern um das Hervorheben geteilter Erfahrungsschätze von Protest gegen Diktatur und Repression, von demokratischen Visionen, von Flucht- und Umbruchserfahrungen. Hierdurch wird die syrische Erfahrung, und damit auch Hintergründe für Fluchtursachen aus Syrien, für ein hiesiges Publikum nachvollziehbarer – besonders für Menschen mit DDR- und Wende-Geschichte. Gleichzeitig hält sie die Erinnerung an die demokratischen, pluralistischen Visionen der Bürgerrechtsbewegung von 1989 wach.