Sanierung des Bethcke-Lehmann-Brunnens

Hier informieren wir Sie von Zeit zu Zeit über den Stand der Sanierungsarbeiten am Brunnen

Nach einhundert Jahren war der Bethcke-Lehmann-Brunnen nicht mehr als eine Erinnerung an frühere Schönheit. Das Kulturdenkmal auf dem Gelände des Diakoniewerks verfiel zusehends. Dank Spendengeldern, Fördermitteln, dem Vorliegen der Denkmalrechtlichen Genehmigung der Stadt Halle und den vertraglichen Abstimmungen mit der Steinwerkstatt Christian Späte GmbH stand dem Beginn der Sanierung im Sommer nichts mehr im Wege. 

Am 24.November 2021 waren Spenderinnen und Spender geladen, bei Glühwein und Soljanke den Sanierungsfortschritt des Brunnens zu begutachten. Dipl. Bildhauer Christian Späte berichtete über bereits vollzogene und noch anstehende Abeiten und beantwortete Fragen der Anwesenden. Es wurden bereits die Figuren gereinigt sowie eine Rezeptur für Mörtelsysteme gefunden um die Stabilität des mehr als 100 Jahre alten Betons zu verstärken. Für die passgenauen Mosaiksteine für die Sanierung des Beckens wird gerade bei Firmen in Frankreich und Marokko gesucht. 

Geschichte des Bethcke-Lehmann-Brunnens

Im Garten der Burgstraße 45b steht der Bethcke-Lehmann-Brunnen, der 1914 als Dank und Denkmal für das Ehepaar Ludwig und Emilie Bethcke-Lehmann entstand. Das wohlhabende Paar hatte der Stadt zwei Grundstücke und einen größeren Geldbetrag geschenkt - mit der Auflage, eine evangelische Stiftung zur Betreuung von Jugendlichen zu gründen. Der damalige Oberbürgermeister der Stadt Gustav Staude ernannte Ludwig Bethke zum Ehrenbürger und lobte einen Wettbewerb unter den Künstlern des Regierungsbezirkes Merseburg aus, um dem Ehepaar ein angemessenes Denkmal zu setzen. Diesen Wettbewerb gewann damals ein Künstlertrio – bestehend aus den Architektenbrüdern Georg und Ulrich Roediger sowie der Bildhauerin Elisabeth Roediger-Wächtler.

Der Brunnenentwurf stellte das Stifterpaar und zwei Kinder mit einer Dankesplakette dar. Die Gestaltung, wie sie die Architekten und die Bildhauerin vorsahen, zeigt aber auch, dass der Brunnen mehr als ein betonstarres Denkmal sein sollte.

Förderung

Die Sanierung des Brunnens ist nur Dank privater Spenden und finanzieller Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und Lotto Toto Sachsen-Anhalt möglich. Wir danken für die Unterstützung und freuen uns, dass der Brunnen wieder ein Ort der Erholung werden kann.