Podiumsgespräch fragte nach Rolle der Diakonie im 21. Jahrhundert

30. Oktober 2015

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 Am Mittwoch, den 21. Oktober 2015, fand im Diakoniewerk Halle ein Podiumsgespräch mit dem Titel „Grenzen der Barmherzigkeit – Die Macht der Nächstenliebe" statt.

Auf dem Podium saßen Prof. Dr. Dirk Evers (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Prof. Dr. Ralf Hoburg (Hochschule Hannover) und  Bettina Stosic (Freiwilligenagentur Halle). Neben der Frage, was Nächstenliebe und Barmherzigkeit heute bedeuten, diskutierten sie auch über die Rolle des Glaubens bei der Arbeit diakonischer Einrichtungen im 21. Jahrhundert. Einvernehmen herrschte z.B. bei der Überlegung, das Helfen heute kein Privileg christlich geprägter Institutionen mehr sei. Diakonische Einrichtungen könnten sich aber über andere, nichtkommerzielle Angebote positionieren.
Außerdem sei die Größe der Häuser eventuell auch Teil des Problems. Denn umso größer die Einrichtung, desto stärker die Ausrichtung auf organisatorische und finanzielle Gesichtspunkte. Kleinere Häuser könnten, so die Vermutung, ihr Profil besser schärfen und individuelle Schwerpunkte setzen. Zudem sei so eine stärkere Bindung zurück an die Gemeinden möglich. Diese sei im Laufe der Geschichte nahezu unterbrochen worden.

Weniger Einigkeit herrschte bei der Frage, was Helfen heute – auch in Hinsicht auf die Flüchtlingswelle – bedeutet. So sollten Hilfswillige auch akzeptieren, wenn ihr Angebot abgelehnt oder nicht im erwarteten Maße honoriert wird.

Mehr als 40 Gäste hörten der Diskussion zu und einige nutzten im Anschluss die Möglichkeit mit den Podiumsteilnehmenden ins Gespräch zu kommen.
Die Podiumsdiskussion ist Teil einer Gesprächsreihe im Diakoniewerk Halle, die sich halbjährlich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt. Die nächste Veranstaltung findet voraussichtlich im April 2016 statt.


Mitschnitt der Diskussionsrunde

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