Ausstellung: Tierwelt Ugandas

24. Januar 2018

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Uganda ist ein am Äquator gelegener Binnenstaat im Osten Afrikas. Das Land wird umgrenzt von Ruanda, Tansania, Kenia, dem Kongo und dem Süd-Sudan. Der größte Teil des Landes ist eine hügelige Hochfläche auf 1000-1500 m Höhe, die von einzelnen größeren Inselbergen unterbrochen wird. Durch diese Lage herrscht ausgeglichenes, tropisches Klima. Im Westen verläuft der Zentralafrikanische Grabenbruch mit einer Kette von großen Seen. Im Südwesten erheben sich Ausläufer der zum Teil aktiven Virunga-Vulkane bis in 4000 m Höhe.
Die natürliche Vegetation im Norden des Landes besteht aus trockener Dornbuschsavanne und Halbwüste, im Süden dagegen aus Feuchtsavanne.

Der Waldanteil ist durch die landwirtschaftlichen Aktivitäten der Menschen auf 8 % reduziert worden. Aufgrund der weiter steigenden Bevölkerungszahlen, noch verstärkt durch Flüchtlinge aus den direkt angrenzenden Bürgerkriegsgebieten des Kongo, sind schon heute nur noch weniger als 3 % des Landes mit intaktem tropischen Primärwald* bewachsen. Überwiegend auf diese Waldreste beschränkt sich heute der Lebensraum einer der immer noch artenreichsten Affenpopulationen Afrikas.

Die Legitimation des staatlichen Naturschutzes zur Bewahrung dieser letzten Refugien für die Tierwelt entsteht in diesem armen Land ganz überwiegend durch die Einnahmen von zahlungskräftigen internationalen Besuchern der Schutzgebiete. Die Berge im Dreiländereck Uganda, Kongo, Ruanda sind der weltweit einzig verbliebene Lebensraum der Berggorillas. Nach tödlichen Überfällen durch grenzübergreifend agierende Rebellen wird versucht, Besucher durch bewaffnete Begleitung zu beschützen. 

Die Lage Ugandas im Zentrum der Routen, die viele Tiere bei ihren Wanderungen innerhalb von Großlebensräumen benutzten, hat dem Land traditionell einen großen Tierreichtum eingebracht. Aber Wilderei, Instabilität, Bürgerkrieg und illegale Landnutzung ließen die Tierbestände landesweit und sogar in den Nationalparks und Reservaten zusammen schrumpfen.      

[* zum Vergleich: in Deutschland 0 % Primärwald]

Ulrike & Stefan Ellermann

Die Fotografien sind bis Mitte April im Oberen Fpyer des Diakoniekrankenhauses Halle im Mühlweg 7 zu sehen.