Landschaftspflege mit Biss

05. Oktober 2017

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Die Hallesche Porphyrhügellandschaft ist die Heimat einiger sehr seltener Pflanzenarten, wie etwa der Duft-Skabiose oder des Zierlichen Brillenschötchens. Letzteres kommt weltweit am häufigsten in dem Gebiet nördlich von Halle vor. Doch auch hier ist seine Existenz bedroht, denn es benötigt für seine Existenz nicht nur felsigen Geröllboden, sondern vor allem auch ein niedrigwachsendes Rasenumfeld. In früheren Jahrhunderten sorgte die weitverbreitete Schafbeweidung im Gebiet um Halle für exzellente Bedingungen. Mit der zunehmenden Optimierung der Schafzucht und größer werdenden Herden wurde durch die Kleinteiligkeit der Porphyrhügel die Beweidung zunehmend unrentabel. In der Folge nimmt der Graswuchs stark zu.     

Mit dem Projekt „Landschaftspflege mit Biss“ engagiert sich der NABU Regionalverband Halle-Saalkreis seit September 2009 aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt in diesem Gebiet. Kleine Schafherden beweiden Gebiete, die ansonsten verwildern würden und sorgen so für den Erhalt von Magerrasen und Streuobstwiesen.
Seit Mai 2017 konnte das Projekt dank EU-Förderung deutlich ausgeweitet werden und weitere Flächen übernommen werden.

Mit der Ausstellung „Landschaftspflege mit Biss. Impressionen aus dem Alltag unserer Schafherde“ informiert der NABU auf 18 Bannern über seine Tätigkeit und die bereits erzielten Erfolge.

Geriatrische Tagesklinik, Mühlweg 7