Liebe Patienten, Angehörige, Besucher und Interessenten,
Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse, Galle: ein echtes "Team", täglich im Einsatz. Oft unter schwersten Bedingungen. Wir von der Abteilung Innere Medizin - Gastroenterologie stellen das reibungslose Zusammenspiel dieser Organe sicher.Wir orten und beseitigen Störungen des Verdauungssystems von der Speiseröhre bis zum Darm. Heute lassen sich dank modernster Videoendoskopie zahlreiche Erkrankungen schmerzfrei und ohne chirurgische Eingriffe behandeln.
Beim Alkohol und der damit verbundenen Suchterkrankung ist die Behandlung noch komplexer, da wir neben der Entgiftungstherapie gleichzeitig die organischen Schäden des Alkohols an den Organen des Verdauungssystems mitbehandeln.
- Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, des Dünn- und Dickdarms
- Erkrankungen der Leber und des Gallenwegsystems: Leberstoffwechselstörungen, Hepatitis, Lebertumore, Gallengangsteine
- Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse: akute und chronische Pankreatitis, Karzinome, endokrine Tumore
- Reizdarmsyndrom
- Alkoholkrankheit
- Erkrankungen des Herzens
- Erkrankungen der Gefäße
Behandlungsschwerpunkte
- Diagnostische und operative Endoskopie mit endoskopischer submukosaler Dissektion
- Endoskopische Polypektomie (Entfernung von Polypen aus Magen und Darm)
- Ambulante und vorstationäre Endoskopie
- Entfernung von Gallengangsteinen
- Blutstillungsmaßnahmen an Speiseröhre, Magen oder Dickdarm mit verschiedenen Techniken
- Anlage von Ernährungssonden
- Drainage von Abszessen oder Zysten im Bauchraum
- Einlage von Stents zur Überbrückung von Engstellen z.B. durch Tumore
- Diagnostische und interventionelle Sonographie
- Diagnostische und interventionelle Endosonographie
- Kontrastmittelsonographie
- Radiofrequenzablation von Lebertumoren
- Alkholentzugstherapie
- Echokardiographie
- Transösophagiale Echokardiographie
- Duplexsonographie der Gefäße
- Diagnostische und interventionelle Angiographie
Magen-Darm-Erkrankungen. Beschwerden und ihre Ursachen.
Häufig sagen wir "Das ist mir auf den Magen geschlagen" - die alltäglichen Magen-Darm-Beschwerden. Sie sind belastend und man kann gut darauf verzichten. Wenn sie aber immer wieder kehren bzw. ein ständiger Begleiter im Alltag sind, können sie auch ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein. In unserer Abteilung für Gastroenterologie gehen wir mit modernster Technik Magen-Darm-Beschwerden auf den Grund.
Schmerzfreie Endoskopie.
Endoskopische Untersuchungen werden für den Patienten völlig schmerzfrei durchgeführt. Während der Behandlung befindet er sich in einem durch Medikamente herbeigeführten Dämmerzustand (Analgosedierung). EKG und die Sauerstoffsättigung werden kontinuierlich überwacht.
Modernste Ultraschalltechnologie.
Unserem Ärzteteam steht jederzeit ein hochmodernes Instrumentarium zur Verfügung. Blutflussbestimmung z.B. führen wir mithilfe eines Farbdoppler-Ultraschall-Gerätes durch. Neben der Diagnostik nutzen wir Ultraschall auch zur Kontrolle bei Behandlungen und Untersuchungen: So werden z. B. Proben aus Leber und Pankreas ultraschallgezielt entnommen. Die Kontrastsonographie zur Differenzierung von Leberrundherden ist etabliert. Lebertumoren können ultraschallgezielt mit Radiofrequenzablation behandelt werden und der Therapieeffekt mit Kontrastsonographie kontrolliert werden.
Qualifizierte, einfühlsame Ansprechpartner.
Für viele Menschen sind Probleme der Verdauungsorgane und die Alkoholkrankheit ein Tabuthema. Bei Verengungen an den Gefäßen entwickeln sich die Beschwerden oft langsam und werden häufig zu lange toleriert. Doch langanhaltende Beschwerden sollten nicht auf die lange Bank geschoben werden. Unser kompetentes Ärzteteam steht Ihnen jederzeit bei Ihren Fragen und Sorgen zur Seite.
Alkoholkrankheit. Beschwerden und ihre Ursachen.
Erste Auffälligkeiten der beginnenden Alkoholabhängigkeit werden von der sozialen Umwelt des Betroffenen beobachtet. Häufig auftretende Trunkenheit wird besonders von der Familie und engen Freunden kritisiert. Der Angesprochene weist in der Regel diese Kritik zurück. Quasi über Nacht kommt es zum Kernsymptom, dem vegetativen Alkoholentzugssyndrom. Immer mehr körperliche, geistige und seelische Beschwerden sowie misslungene Selbstentzüge zwingen den Alkoholiker schließlich, zu uns zur stationären Alkoholentgiftung zu kommen.
Jahrelanges abhängiges Trinken und Risikofaktoren wie z.B. Diabetes oder Bluthochdruck können zum medizinischen Notfall werden, wenn ein Entzugsdelir droht oder eine alkoholtoxische Fettleberhepatitis zu behandeln ist.
Entgiftungstherapie
Neben der Medikamentengabe zur Milderung der quälenden Entzugserscheinungen und zur Verhinderung entzugsverursachter Komplikationen wie z.B. eines epileptischen Anfalls oder gar eines Delirium tremens benötigt der Patient intensiven Zuspruch durch einfühlendes Verstehen (Empathie). Diese Aufgabe erfüllt unser Stationssuchtberater.
Während der Entgiftungstherapie ist der Berater für alle Patienten zu jeder Zeit seines Dienstes ansprechbar. Gezielte intensive Einzelgespräche dienen der ersten Vermittlung von Krankheitseinsicht als Voraussetzung für eine beginnende tragfähige Abstinenzmotivation. In personen- und themenzentrierten Gruppengesprächen werden Kenntnisse zur Dynamik der Alkoholkrankheit erarbeitet. Zugleich werden mit diesem Therapiebestandteil Schwellenängste abgebaut, um nach Behandlungsende den Mut aufzubringen, externe Selbsthilfegruppen aufzusuchen.





