1857
Gründung des Evangelischen Diakonissenmutterhauses: Das Mutterhaus wurde am 6. Juli 1857 geweiht. Es lag zu dieser Zeit noch am Weidenplan.
Eng verbunden mit diesem Datum ist der Name Mathilde Tholuck, nach der noch heute eines unserer Pflegeheime benannt ist. Die Ehefrau eines halleschen Theologie-Professors war begeisterte Anhängerin der Mutterhausdiakonie, die das Ehepaar Fliedner in Kaiserswerth bei Düsseldorf praktizierte. Nach diesem Vorbild suchte sie gezielt nach jungen Frauen christlichen Glaubens, die fortan in einer Gemeinschaft lebten und bereit waren, Alten, Kranken sowie bedürftigen Menschen zu dienen.
Die Diakonissenanstalt betreibt Halles erstes modernes Großkrankenhaus. In der Pflege arbeiten vor allem die Mitglieder der Diakonissen-Schwesternschaft.
1868
Umzug des Diakonissenmutterhauses zum heutigen Standort (Lafontainestraße 15).
1893
Die Diakonissenanstalt erhält eine eigene Kirche auf dem Gelände. Sie wurde nach Plänen von Friedrich Fahro im Garten errichtet und ist fortan von Diakoniebauten umgeben.
Blütezeit des Diakonissentums: In den Folgejahren wurde der Zulauf immer größer, die Schwesternschaft der Diakonissen arbeitete in den Einrichtungen auf dem Gelände. Bis kurz nach dem zweiten Weltkrieg gehörten mehr als 400 Diakonissen, Novizinnen, Probeschwestern und Diakonissenschülerinnen zum halleschen Mutterhaus.
5. Juli 1945
Die russische Armee beschlagnahmt das Krankenhaus mit seinen damals 360 Betten. Den Diakonissen blieb nur das kleine "Gartenkrankenhaus" mit etwa 80 Betten.
1978
Letzte Einsegnung: In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts begannen die Schwesternschaft erste Nachwuchssorgen zu plagen. Immer weniger junge Frauen wollten in die Gemeinschaft eintreten. Im Jahr 1978 wurde die letzte Diakonisse eingesegnet.
1982
Diese Entwicklung hatte im Jahr 1982 auch Auswirkungen auf den Namen der Einrichtung. Das bisherige „Evangelische Diakonissenhaus Halle“ wurde in „Evangelisches Diakoniewerk Halle“ umbenannt.
1991
Rückgabe des einstmals beschlagnahmten Krankenhauses. Das „Evangelische Diakoniewerk Halle“ wird größer.
Um den Fortbestand der Poli Reil zu sichern, gründen die Diakoniewerke in Kaiserswerth (bei Düsseldorf) und Halle eine gemeinnützige GmbH. Die Poli Reil gehört nun als einzige verbliebenen Poliklinik im Bundesland ebenfalls zum Diakoniewerk Halle.
1993
Beginn erster Sanierungsmaßnahmen im Diakoniekrankenhaus
1996
Umbenennung in "Diakoniewerk Halle".
Die Einrichtung ist Mitglied des Kaiserswerther Verbandes der Diakonissenmutterhäuser.
Zum Diakoniewerk Halle gehören neben dem Krankenhaus Einrichtungen für altengerechtes Wohnen, zwei Altenpflegeheime, ein Ausbildungszentrum für Pflegeberufe, ein Behindertenwohnheim, ein Kindergarten, eine Kirchengemeinde sowie die Diakonissenschwesternschaft und die Diakoniegemeinschaft.
In den 1990er Jahren können das Altenpflegeheim "Johannes-Jänicke-Haus", die Kindertagesstätte und das Behindertenwohnheim im "Bethcke-Lehmann-Haus"eingeweiht werden.
2006
Fertigstellung neuer Operationssäle, der Notaufnahme und der Intensivstation.
März 2005 bis September 2009
Dritter Bauabschnitt im Diakoniekrankenhaus. Es entstand ein neuer Funktionstrakt, der heute gut als markanter Neubau mit blauer Glasfassade zu sehen ist. Seither haben sich die Behandlungsmöglichkeiten sowie die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert.
Heute
Nach der Jahrtausendwende konnten das "Walterstift" - Klinik für Geriatrie und Geriatrische Tagesklinik, "Altengerechtes Wohnen" im Martinstift, das Ausbildungszentrum für Pflegeberufe im Mutterhaus und das farbenfrohe Altenpflegeheim "Mathilde-Tholuck- Haus" eingeweiht werden.














