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Aktuelles
aus dem Diakoniewerk
Halle
Das Diakoniekrankenhaus Halle verfügt als erste Einrichtung in der
Region über ein zertifiziertes
Zentrum zur Behandlung von Lungenkrebs
Als Erste Einrichtung in Halle und auch in der Region verfügt das
Diakoniekrankenhaus Halle seit wenigen Tagen über ein zertifiziertes
Lungenkrebszentrum. Zuvor wurde die Einrichtung, die seit langem auf die
Behandlung von Lungenerkrankungen spezialisiert ist, von einem
unabhängigen Auditor des TÜV Süd begutachtet. Im Ergebnis bestätigt
nun ein Zertifikat die Arbeit des Zentrums sowohl bei der Diagnostik als
auch bei der Therapie nach exakt festgelegten und nachprüfbaren
Standards. „Dadurch verbessert sich die Behandlung von Patienten mit
Lungenkrebs entscheidend“, sagt Chefarzt Dr. Ralf Heine, der die neue
Einrichtung leitet. Der Ansatz des Lungenkrebszentrums: Die Behandlung
erfolgt bei jedem Patienten nach den gleichen strukturierten Kriterien.
Auf diese Weise ist sicher gestellt, dass alle am Therapieprozess
beteiligten Kooperationspartner, wie Lungenfachärzte, Chirurgen,
Strahlentherapeuten, Nuklearmediziner, Psycho-Onkologen und Pathologen,
an einem Strang ziehen.
Rund 40.000 Menschen erkranken deutschlandweit pro Jahr an Lungenkrebs.
90 Prozent davon sind Raucher. Waren die Patienten früher in der
Mehrzahl Männer, so sind inzwischen auch Frauen häufiger betroffen.
„Nach wie vor gilt das Rauchen jedoch als häufigste Ursache für die
Entstehung von Lungenkrebs“, sagt Dr. Heine, der als ausgewiesener
Experte für die Behandlung von Lungenerkrankungen gilt. Zugleich ist die
Erkrankung noch immer eine der am schwersten zu heilenden Krebsformen.
Die Fünfjahres-Überlebenschance liegt bei etwa zehn Prozent.
Trotz der Schwere der Erkrankung haben sich die
Behandlungs-möglichkeiten in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.
Vor allem der interdisziplinäre Blick auf den Patienten ist dabei von
Vorteil. So arbeiten im zertifizierten Lungenzentrum Lungenfachärzte,
Chirurgen, Strahlentherapeuten, Nuklearmediziner, Psycho-Onkologen und
Pathologen Hand in Hand. Zum Standard gehört, dass Patienten mit einem
tumorverdächtigen Befund innerhalb einer Woche einen Termin in der
Sprechstunde erhalten. Während der Behandlung ist eine
fächerübergreifende Tumorkonferenz verpflichtend. Dort legen die
Vertreter der verschiedenen Fachgebiete gemeinsam die weiteren
Therapieschritte fest. Zum Programm des Lungenkrebszentrums gehören
außerdem die Betreuung durch einen speziell ausgebildeten Psychologen
sowie das Angebot einer Raucherentwöhnung.
Bei der Behandlung können die Mediziner im Lungenkrebszentrum
hochwertige Technik nutzen. So zum Beispiel ein
Autofluoreszenzbronchoskop, mit dessen Hilfe man frühe Veränderungen der
Schleimhaut der Atemwege diagnostizieren und untersuchen kann. Darüber
hinaus gibt es die Möglichkeit des endobronchialen Ultraschalls. Bei der
Arbeit mit beiden Methoden konnten die Ärzte inzwischen viele
Erfahrungen sammeln. Denn das Diakoniekrankenhaus war vor wenigen Jahren
die erste Einrichtung überhaupt, die diese Geräte in der Region genutzt
hat.
Eine weitere Besonderheit im neuen Lungenkrebszentrum ist die
Möglichkeit der zytologischen Untersuchung von entnommenem Gewebe. Da
das Diakoniekrankenhaus über eine eigene klinische Zytologie-Abteilung
verfügt, steht den Medizinern das Ergebnis einer Zelluntersuchung noch
am gleichen Tag zur Verfügung. Dies wiederum ermöglicht es, schnell mit
der Therapie zu beginnen.
„Mit dem Darmzentrum Diako und dem Geriatrischen Zentrum verfügt das
Diakoniekrankenhaus in Halle nun bereits über drei spezialisierte
Behandlungszentren. Und das ist kein Zufall“, sagt der Ärztliche
Direktor im Diakoniekrankenhaus, Dr. Uwe Rose. „Diese Entwicklung
entspricht den neuesten Erfordernissen in der modernen Medizin und sie
ermöglicht es uns, die Patienten auf einem hohen Niveau zu behandeln“,
so Dr. Rose.
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